‘s ist Plätzchenzeit!

 


 

Mürbteig-Doppeldecker mal ganz anders – mit Öl statt mit Butter

In letzter Zeit habe ich mich ausgiebig mit Olivenöl beschäftigt und dabei mitbekommen, dass das Öl in den Herkunftsregionen durchaus auch für Süßes verwendet wird. Also habe ich mal ein bisschen herumprobiert, ob auf diese Weise nicht auch ein paar feine Weihnachtsplätzchen zu machen wären – vegan, aber ohne das Ersatzprodukt Margarine.

(Interessant ist ja ganz nebenbei, dass das triste Wort “Ersatz” auf deutsch in etliche andere Sprachen übernommen wurde.)

Das Ergebnis meiner Versuche sind diese Doppeldecker, die ein wenig an Linzer Schnitten erinnern. Obwohl das verwendete Öl sehr aromatisch war, hat es sich kein bisschen störend bemerkbar gemacht. 

Natürlich können Sie, wenn Sie der Sache nicht ganz trauen, auch geschmacksneutrales Öl verwenden (das außerdem deutlich weniger kostet).

Teig:
75 g gemahlene Haselnüsse
250 g Mehl + Mehl zum Verarbeiten
1 TL gemahlener Zimt
1/2 TL gemahlene Nelken
100 ml Öl
50 g Zucker
50 ml heißes Wasser

Füllung:
50 g säuerliche Marmelade, z.B. Johannisbeergelee oder Sauerkirsch-konfitüre

Glasur:
100 g säuerliche Marmelade
50 g Puderzucker

Zum Bestreuen (muss nicht unbedingt sein, sieht aber hübsch aus):
5 Pistazien, fein gehackt

Kosten: Ca. 4,00 € / bei 25 Stück ca. 0,16 € pro Plätzchen

Die Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fettzugabe rösten, bis sie duften. Abkühlen lassen und mit den übrigen Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Knethaken des Handrührers zu einem glatten Teig verarbeiten.
Es geht auch ohne Mixer: Alles zuerst mit Gabel oder Löffel verrühren, dann mit den Händen kneten.
Der Teig soll kompakt und gut formbar sein.

Zugedeckt mindestens 30 Minuten kühlen.

Die Arbeitsfläche großzügig mit Mehl bestäuben.
Da der Teig sich nur schwer ausrollen lässt, empfiehlt es sich, ihn zu einer Rolle zu formen und in dünne Scheiben zu schneiden. Kann sein, dass Sie noch etwas Mehl dazugeben müssen, damit der Teig die nötige Festigkeit hat.
Immer eine Scheibe mit Marmelade bestreichen und mit einer zweiten Scheibe bedecken.

Bei 175 Grad etwa 20 Minuten backen.
Bitte unbedingt dabei bleiben! Kann sein, dass Ihre Plätzchen dünner geschnitten sind als meine es waren, kann sein, dass Ihr Backofen besonders rasant heizt – sicher ist nur: Wenn Sie die Plätzchen vom Nebenzimmer aus riechen, haben Sie den optimalen Zeitpunkt verpasst.

Für die Glasur Marmelade mit Puderzucker verrühren und die Plätzchen damit bestreichen. Das geht mit einem gewöhnlichen Messer ebenso gut wie mit einem Backpinsel. Die gehackten Pistazien über die noch feuchte Glasur streuen.

 

1 Kommentar zu „‘s ist Plätzchenzeit!“

  1. Matti Bauer sagt:

    Wenn die so schmecken, wie sie aussehen, dann garantiere ich für nichts!

Kommentieren


+ sechs = 14