Zickiger Hefeteig

20. Juni 2011

Hefeteig zickt leider manchmal, wie folgende Anfrage zeigt:

Liebe Frau Wolff,
ich bin begeisterte Leserin/Nutzerin Ihrer Bücher!
Vorgestern und gestern habe ich aus dem roten Büchlein den ”Feinen Frühstückszopf” in Angriff genommen.
Zweimal, da er am Freitag nicht gelang und ich nicht aufgeben wollte. ;-)
Gestern wars aber wieder nix mit den Genuss zum Nachmittag.
Also: ich habe Weizenmehl 1050 genommen und mich ans Rezept gehalten. Am Freitag mit 2 TL Trockenhefe, da ging der Teig schon einmal nicht auf. Gebacken (ganz optimistisch) wars natürlich nix.
Am Samstag mit einem größeren Schwung (knapp eine Tüte) Trockenhefe (übrigens die Alnatura) ging der Teig auf, aber er wollte nicht durchbacken. Ergebnis war, dass er außen recht dunkelbraun war und innen leicht klitschig.
Haben Sie einen Tipp für mich, was mache ich bloß verkehrt?
Bettina

1. Wenn der Teig nicht aufgeht, gibt es drei mögliche Ursachen: Entweder ist die Hefe zu warm geworden – die Flüssigkeit darf immer nur lauwarm sein, sonst stirbt die Hefe. Oder Sie haben dem Teig nicht genug Zeit gelassen. Je kühler der Raum, desto länger braucht der Teig. Und auch mit dem schwereren 1050er-Mehl könnte es länger dauern. Ich selbst nehme für den Zopf gern 550er, weil der Zopf damit schön flauschig wird.
Oder die Hefe war, was allerdings eher selten vorkommt, von vornherein nicht mehr in Ordnung, weil überlagert oder was auch immer.
Jedenfalls: Wenn der Teig nicht aufgeht, kann man sich den Strom fürs Backen sparen, weil nur ein harter Klumpen dabei rauskommt. Man kann den Teig aber retten, indem man einen neuen Ansatz mit frischer Hefe macht und in den Teig einarbeitet und den Teig von neuem gehen lässt.

2. Wenn der Teig schön aufgegangen ist, aber das Backergebnis, wie von Ihnen beschrieben, unschön ist (außen dunkel, innen Matsch), kann das eigentlich nur daran gelegen haben, dass die Temperatur zu hoch war. Backöfen sind leider extreme Individualisten, manche heizen wie der Teufel, manche eher gemächlich, man muss für seinen Ofen herausfinden, was klappt.
Ich drücke die Daumen für die nächste Backacktion!

Mit Speck fängt man Gäste?

19. Juni 2011

Vor drei Tagen war ich mit einem Freund auf ein Glas in der Pfälzer Weinstube, ein traditionsreiches Weinlokal in der Münchner Innen-stadt. Er hatte Hunger, bestellte einen “Winzersalat” zu 7,40 Euro. Zwar waren unter den Zutaten auch “Speckwürfel” vermerkt, aber was dann aufgetragen wurde, machte uns erst mal sprachlos. Der Salat war förmlich begraben unter mindestens einem halben Pfund gebratener Speckwürfel. Zur Bedienung, die das ja nicht zu verantworten hatte, sagten wir nur so freundlich wie möglich, die Küche habe es wohl mehr als gut gemeint mit uns. Darauf sie: “Die Gäste erwarten das, wenn weniger drauf ist, denken sie, wir wären geizig. Lieber also etwas mehr Speck, wem das zuviel ist, der kann ihn ja auf dem Teller liegenlassen.”
Arme Schweine, kann man da nur sagen. Der Betreiber des Lokals kalkuliert also kaltlächelnd ein, dass ein Großteil des Fleischs eh weggeworfen wird. Im Gegenzug, damit sich die “großzügige” Geste trotzdem noch rechnet, nimmt man natürlich (natürlich??) Speck von besonders armselig gehaltenen Tieren, die ein kurzes, grauenvolles Leben hatten, denn der ist billig und zum Wegwerfen nicht zu schade – jedenfalls in den Augen des Wirts. Wie völlig krank ist das eigentlich?
Ein Erlebnis, das wieder mal ein Argument geliefert hat für eine tendenziell tierproduktefreie Küche.

Jetzt aber was Positives: Immer wieder kommt nette E-Post. Z. B. von Sibylle aus Berlin, die schreibt:
Liebe Rosa,
das Rezept zum Brotbacken hat mich zur Brotbäckerin gemacht. Seither kaufe ich kein Brot mehr sondern mische ich alle möglichen Mehlsorten und es entstehen die köstlichsten Brote. Missionarisch betätige ich mich seitdem natürlich auch, 2 Freundinnen konnte ich schon anstecken. Es ist so einfach dieses Brot zu backen und ich danke Ihnen für die Anregung.
Außerdem bin ich schon sehr gespannt auf das ”vegane Kochbuch”.
Herzliche Grüße aus Berlin, Sibylle

Monika D. schreibt:
Liebe Frau Wolf, ich genieße immer wieder, in Ihrem Buch ”Arm aber Bio” zu lesen. Gestern Abend habe ich die Käsekrapfen gemacht und sie sind mir gut gelungen. Alle auf einmal konnte ich nicht essen.
Meine Frage: Wie bewahren Sie die restlichen Käsekrapfen auf. Danke.
Monika D.
Antwort: Vielen Dank fürs Kompliment! Ja, die Käsekrapfen sollte man im Prinzip zu mehreren essen, weil sie frisch aus dem Ofen am besten schmecken. Ansonsten: vollständig auskühlen lassen und in eine Dose packen. Dass sie ganz abgekühlt sind, ist wichtig, sonst fangen sie in der Dose an zu “schwitzen” und werden matschig.

Von Angelika H. kam folgender Brief samt Rezepttipp:
Ich kann mich dem Urteil der Abendzeitung ”Informativ, lebensnah und sehr amüsant” nur anschließen. Ich habe gerade das 1. Buch gelesen und das 2. wird leider aufgrund eines eingeschränkten Bücherbudgets noch ein Weilchen warten müssen. Einfach super. Meine Familie hat eine ähnliche Odyssee hinter sich. Nach der Insolvenz meines Arbeitgebers letzten Februar und der missglückten Suche nach einer Teilzeitstelle die mit meinen Erziehungs-verpflichtungen (Kinder 4 3/4 und 2 1/4) habe ich mich jetzt erstmal wieder als ”Familienmanagerin” betätigt und das wirklich. Ich habe zunächst das Budget kräftig durchforstet nach Sparmöglichkeiten und dann bin ich über die Ökonomie auf die Ökologie, biologische Ernährung (schaffen dies zu 4t sogar mit einem Budget von 400EUR/Monat, inkl. Kosmetika… allerdings muss ich sagen, dass das Obst-Gemüse-Problem schon wirklich arg ist und wir das Soll nur selten erfüllen), Fairtrade Artikel (Kaffee & Schokolade werden von unserem kleinen Budget fair gekauft!!!) und allgemein ethische Lebensweise. Wir haben gerade auf Ökostrom umgestellt und noch viele Dinge auf unserer To-Do-Liste. Nur beim Autofahren ist es noch schwer uns einzuschränken, man hat halt seine ”eingefahrenen Gewohnheiten” und genau das ist es in allen Bereichen, was eine, wie von Ihnen beschriebene Umstellung schwer macht. Man hat seine festen Bahnen und eigentlich ändert man seine Wege nur, sobald man aus diesen Bahnen geworfen wird. Zumal der ethische Lebenswandel (wirklich der Wandel vom ”Standard”-Lebensstil zu einem ethischeren), wie auch Sie festgestellt haben viel Gesuche, Gelaufe und Informationsbeschaffung involviert, für die im Allgemeinen leider nie Zeit ist. Man könnte sagen: Ressourcenverschwendung aus Informations- und Zeitmangel ist das Fazit unseres Wandels.
Nochmals vielen Dank für ein paar Stunden ”Das-kommt-mir-aber-bekannt-vor” und ”genau-das-Problem-hatte-ich-auch” Lektüre. Bitte gern mehr!
Gruß aus Hamburg, Angelika H.
P.S.: Möchte noch eine Rezeptabwandlung anbringen: Die Pfannenflädle sind superlecker und passen prima zu Chili-Sine-Carne, wenn das Mehl zu 50% Maismehl ist. Noch etwas Kumin zum Abschmecken und fertig ist eine Pseudo-Mexikanische Salatbeilage.

Arm aber Bio! in Weimar

12. Mai 2011

Maienlust, Maienfrust und eine vegane Geburtstagstorte

11. Mai 2011

Und wieder ist Mai, der Monat, in dem ich – vor zwei Jahren – versucht habe, mich mit dem Hartz-IV-Satz ausschließlich mit Öko-Lebensmitteln zu verköstigen.
Wirklich besser ist die Welt seitdem nicht geworden. Weder insgesamt (Fukushima, Libyen, Syrien, Elfenbeinküste, Griechenland, um mal nur ein paar Schlagworte zu nennen) noch konkret bei uns. Die sogenannten Hartz-IV-Korrekturen sind leider Verschlimmbesserun-gen zu Lasten derer, die ohnehin schon Mühe haben, sich mit dem Notwendigsten zu versorgen. Dafür dürfen die ganz Großen umso mehr auf Kosten aller verdienen, allen voran die Energieversorger, die ihre Atomkraftwerke nicht versichern müssen – wenn was passiert, wird’s halt einfach auf alle umgelegt. Schade, dass wir zuvor uns nicht alle auch die Gewinne teilen dürfen.

Pardon, das war jetzt eine deutliche Abschweifung vom eigentlichen Thema, hier soll es ja um gutes Essen für kleines Geld gehen.
Da viele in meinem Freudes-, Bekannten- und Verwandtenkreis im Mai Geburtstag haben (einschließlich mir selbst) und im Mai die Erdbeerzeit beginnt, hier ein Rezept für eine Erdbeer-Geburtstags-torte.
Die ist insofern ungewöhnlich, als sie vegan ist, also komplett auf tierische Produkte verzichtet.

Wozu das denn?

Weil ich gerade ausprobiere, wie das geht, sich rein pflanzlich zu ernähren. Nicht weil ich das zwingend den Rest meines Lebens so halten will, aber weil doch klar ist, dass, je geringer der Anteil an tierischen Produkten in der Nahrung ist, desto geringer auch der Ressourcenverbrauch ist – also weniger Wasser, weniger Energie, weniger landwirtschaftliche Fläche.
Nun ist es zwar so, dass sich inzwischen fast jeder halbwegs vorstellen kann, wie es geht, sich vegetarisch zu ernähren. Die wenigsten haben jedoch eine Idee, wie Gerichte aussehen könnten, die ganz ohne tierische Zutaten auskommen. Deshalb arbeite ich an einem veganen Kochbuch.
Damit will ich niemanden zu einer vollständig veganen Lebensweise bekehren, aber doch Rezepte anbieten, die ermöglichen, den Anteil an tierischen Produkten im Essen zu reduzieren. Denn darum geht es doch: Um eine Reduzierung dieser aufwendig erzeugten Lebensmittel.
Wenn man sich nur mal vor Augen führt, wie bei uns ein “richtiges” Frühstück aussieht: Kaffee mit Milch, dann Brot oder Semmeln mit Butter, darauf vielleicht noch Käse oder Schinken, vielleicht einen Joghurt oder ein Müsli, das Joghurt oder Milch enthalt, für den großen Appetit womöglich noch ein Ei – das macht summa summa-rum ein halbes Dutzend tierischer Produkte, allein bei der ersten Mahlzeit des Tages.

Auch Vegetarier verputzen gewaltige Mengen an tierischen Produkten. Ein Dilemma vor allem, wenn man auswärts isst. Weil man nicht Fleisch von gequälten Tieren bestellen will, weicht man aus auf Kässpatzen oder Omelettes, die mit Eiern von kreuzunglücklichen Hühnern zubereitet sind. Nicht die optimale Lösung.

Rezept für vegane Erdbeer-Biskuit-Torte
So, nach dieser langen Vorrede also hier mein Versuch einer veganen Mai-Geburtstagstorte mit Erdbeeren:

Für den Kuchen zuerst aus Reismilch, Vanillezucker und Speisestärke eine Puddingcreme herstellen, dafür benötigen Sie

0,5 l Reismilch
2 gehäufte EL Speisestärke
2 gehäufte EL Vanillezucker

Von der Reismilch einige Esslöffel abnehmen und kalt mit Speisestärke und Vanillezucker glattrühren. Die übrige Reismilch erhitzen. Sobald sie kocht, die kalte Stärke-Milch-Mischung einrühren, nochmal kurz aufkochen und vom Herd nehmen, damit die Creme abkühlen kann. Während des Abkühlens hin und wieder umrühren.

Dann den Biskuit herstellen, dafür brauchen Sie

1 Springform von ca. 26 oder 28 cm Ø
200 g Zucker
4 leicht gehäufte TL Backpulver
2 gehäufte EL Kakaopulver
250 g Mehl
275 ml Wasser
6 EL Pflanzenöl
+ 1 EL Öl zum Fetten der Form

Die Springform fetten. Den Backofen auf 180 Grad stellen.

Zuerst die trockenen Zutaten, also Zucker, Backpulver, Mehl und Kakao gut vermischen, dann Wasser und Öl dazugeben und das Ganze mit dem Handmixer zu einer schaumigen Masse aufschlagen. Die Biskuitmasse in die Form füllen und ca. 25 Minuten backen. Mit einem Holzstäbchen können Sie prüfen, ob der Teig gar ist: hineinpieken – falls noch Teig anhaftet, noch ein paar Minuten weiterbacken.

250 g Erdbeeren waschen, vom Grün befreien und in Scheiben schneiden.

Etwas abkühlen lassen, dann quer durchschneiden. Etwa ein Drittel der Creme auf eine Biskuitplatte streichen und mit einen Teil der Erdbeeren belegen. Die zweite Platte auflegen und die restliche Creme auf den Kuchen streichen. Mit den restlichen Erdbeeren belegen.

Evtl. mit etwas Puderzucker bestäuben.

Kosten für die Torte: ca. 4,80-5,00 €

Niedrigenergienudeln

25. März 2011

Von Heidi & Tom kommt soeben folgender Energiespartipp rein:

Hallo Frau Wolff,
erst einmal sind wir begeistert von Ihrem Kochbuch! Sehr zu empfehlen und lauter leckere Rezepte drin.
Sie fragen ja nach Tipps zum Energiesparen. Hier unserer beim Nudeln kochen:
Das Wasser zum Kochen bringen, Salz zugeben, Nudeln in das kochende Wasser geben, 1x aufkochen lassen! Dann Herd ausschalten!! und Deckel drauf! Die Nudeln so lange in dem Wasser lassen, wie es auf der Packungsbeilage steht und dann ganz normal abschütten. Sie werden sehen, die Nudeln sind genau richtig, wie sie gehören und das nur durch die Restwärme des Wassers und der Platte, ohne weitere Energie zuführen zu müssen.
Viele Grüße
Heidi und Tom

Rosas Anmerkung: Danke für die Anregung! Das funktioniert sicher prima bei Elektroherden. Bei Gas wäre ich mir nicht so sicher, weil da nach dem Abschalten keine Restwärme ist. Ich werde es aber auf jeden Fall in den nächsten Tagen ausprobieren und berichten.

Leserbriefe

19. März 2011

Immer wieder kommen soo nette Zuschriften, über die ich ich riesig freue, sodass ich heute mal ein bisschen protzen und daraus zitieren will. Um nicht im einzelnen um Genehmigung bitten zu müssen, kürze ich die Namen ab.
Heute schrieb Iris W:
Ich habe Ihr Buch mit Begeisterung gelesen und stelle seitdem an meinem Kaufverhalten die eine oder andere Änderung fest – ein bewußteres Zugreifen so zu sagen. Die Rezepte im Buch haben mir so gut gefallen, daß ich mir das Kochbuch auch gleich besorgt habe. Sicher werde ich es nicht als einziges benutzen, doch immer wieder als Anregung zur Hand nehmen. Ihre Tipps sind einfach genial. Auch wir versorgen uns seit einiger Zeit ausschließlich mit Bio-Lebensmitteln und stellen fest: es braucht nicht viel weil mehr drin ist. Auch der “Bio-Gedanke” trägt allein schon zu einer bewußteren Ernährung bei, was sich dann wieder auf andere Lebensbereiche überträgt.

Ute R. schreibt:
Vielen Dank für die superschnelle Lieferung! Bin fasziniert von der Einfachheit mancher Rezepte. Es sind viele neue Anregungen! Da ich gern experimentiere ist Ihr Erfahrungsschatz eine wahre Fundgrube. Lecker lecker lecker!!!!

Von Sabine W.
Ich bin über das Kochbuch begeistert und ich werde es allen meinen Freundinnen und Freunden schenken.

Von Julia T.
Es macht einfach Spass Ihre Texte zu lesen und Sie damit durch Ihren Alltag zu begleiten. Zugleich erhält man so viele Anregungen und wird zum Sparen motiviert! Ich habe mir nach dem Lesen gleich bei unserem Denn`s Biomarkt in Hannover den Indien Gold Tee gekauft…natürlich trinke ich ihn jetzt auch immer mit Milch! ;-) Ich habe viele Ihrer Rezepte nachgekocht und alles war einfach zuzubereiten und hat prima geschmeckt!

Kritik kommt natürlich auch. Stefan B. schreibt:
Ich kann nicht nachvollziehen, warum man einen Apfel schaelen und entkernen sollte. Durch beides gehen wertvolle Inhaltsstoffe verloren. … Unangenehm ueberrascht war ich auch vom hohen Ressourcenverbrauch. Am wenigsten ging hier noch der hohe Verschleiß von Frischhaltefolie ins Gewicht. Viele Speisen lassen sich in größeren Mengen zubereiten und halten ueber mehrere Tage. Ein Mikrowellenherd spart Energie beim Erwaermen der Portionen. Und ein Vorwaermen des Backofens ist auf dieser kulinarischen Stufe in jedem Fall unnoetig. … Wenn Sie trotz der nicht unerheblichen Kritik noch weiterlesen moechten, habe ich noch ein einfaches und saettigendes Rezept anzubieten: angeblich handelt es sich um altroemische Quarkbaellchen (da mir die Quellenlage nicht weiter bekannt ist, wuerde ich das Adjektiv erst mal weglassen). Dazu werden 2 Teile Grieß mit 3 Teilen Quark gruendlich vermischt, 1h abgedeckt stehengelassen, nochmal ordentlich durchgeknetet und zu Baellchen oder Talern (spart Ausbackfett) geformt; die Baellchen werden dann in heißem Fett ausgebacken, vermutlich tut es der Backofen aber genauso …
Hab ich ausprobiert und funktioniert prima, hat mir gut mit Tomatensauce geschmeckt.

Sabine G. kämpfte mit den Müsliriegeln:
Die Müsli-Riegel wollen und wollen nicht durchhärten. Dabei klingt es im Rezept, als seien sie erst durchgehärtet, und wenn sie dann auch noch abgekühlt sind, können sie in eine Dose. Pustekuchen! Ich warte und warte seid gestern, und es wird nix mit hart werden. Habe daraufhin im Internet nach Rezepten geguckt, und ALLE Rezepte, die ich gefunden habe, werden gebacken. Davon steht aber nichts in Ihrem Buch.
2. Mail:
Die Müsli-Riegel habe ich, nachdem ich Ihnen die Mail geschrieben hatte, sicherheitshalber doch noch gebacken, sie sind wirklich extrem lecker. Suchtfaktor! Sind fast schon alle. Beim nächsten Mal mache ich noch Kokosraspel dran, au ja!

Fehler wurden auch entdeckt z.B. von Claudia R:
Mit Begeisterung habe ich mir auch Ihr 2. Arm aber Bio!-Buch gekauft; das erste ist wie eine kleine Bibel für mich, da ich zwar sehr gerne koche, aber leider nicht mit Kreativität gesegnet bin.
Nun habe ich auf S. 56 den Verweis zu einem Risotto-Rezept Seite 96 gelesen. Auf S. 96 ist leider kein Risotto-Rezept. Hinten im Verzeichnis ist der Verweis zu einem Risotto-Rezept mit Champignons auf Seite 207 gelesen. Da ist aber leider auch nix. Zumindest kein Risotto für Champignons.
Ich halte mich jetzt einfach mal an das Risotto mit Tomate und Frühlingszwiebeln auf S. 108, oder?

Im Augenblick wird gerade die 2. Auflage gedruckt, dieser (und ein paar andere) Fehler wurden darin korrigiert.

Veranstaltungen im März

24. Februar 2011

Am 21. März geht es weiter in München. Das Münchner Frauenforum will wissen: “Gesunde Ernährung mit wenig Geld – geht das?”

Gammelfleisch und Dioxin-Eier – nein danke!
Bio – ja bitte! Immer mehr Menschen glauben, dass Bio die bessere Wahl ist. Immer mehr Menschen sind aber auch knapp bei Kasse.
Bio für wenig Geld – geht das überhaupt?
Die Journalistin und Kochbuchautorin Rosa Wolff hat ausprobiert, wie weit man im Bioladen mit ganz wenig Geld kommt. Ihr Fazit: erstaunlich weit! Selbst mit weniger als fünf Euro am Tag ist es möglich, sich biologisch zu ernähren. Voraussetzung: Man kocht alles selbst, kauft entsprechend der Jahreszeit ein und isst nur wenig Fleisch.
Montag, 21. März 2011 um 18.00 Uhr
Kostenbeitrag: € 4,-
Anmeldung:  089 – 29 39 68
info@muenchner-frauenforum.de

Eier sind aus? Pfannkuchen ohne Ei!

23. Januar 2011

Oh oh, schon lang kein Eintrag mehr. Erst um die Feiertage herum großzügig gefaulenzt, dann thematisch fremgegangen und einige Kapitel für ein Weinbuch verfasst, schließlich die letzten 8 Tage durch Hexenschuss lahmgelegt. Hab nicht mal was zum Thema Dioxin zum Besten gegeben. Aber eigentlich ist dazu ja auch alles gesagt. Bis auf das:
Als ich gestern in meinen angestammten Bioladen ging, gab es KEINE EIER MEHR. AUSVERKAUFT. Ein starkes Stück. Einen Moment lang habe ich mich richtig geärgert. Da schleppe ich mich mit meinem schmerzenden Kreuz in den Laden und dann sowas. Ich fühlte mich angeschmiert und ungerecht behandelt. Da ist man seit so vielen Jahren Stammkunde im Bioladen und dann kommen die, die gestern noch Bio doof fanden und schnappen mir die letzten Eier weg. Sauerei.
Einmal tief durchatmen und dann feststellen: Ich habe Grund mich zu freuen, eigentlich muss ich den Reinfall als Erfolg verbuchen! Schließlich gehöre ich ja selbst zu denen, die versuchen, möglichst viele Leute zu ermuntern, sich dem Thema Bio zu nähern. Also, gut so, kauft Bio-Eier! Und wenn für mich keine mehr da sind, lasse ich mit halt was anderes einfallen.
Und versuche mal, einen Pfannkuchen ohne Ei hinzubekommen.
Eigentlich wollte ich einen veganen Pfannkuchen mit Kokosmilch machen. War aber keine Kokosmilch da. Dafür ein Rest Sahne.
Also Vollkornmehl mit einer Messerspitze Backpulver vermischt und mit Sahne und lauwarmem Wasser zu einem dickflüssigen Teig angerührt und 20 Minuten stehengelassen.
Einen Apfel kleingeschnitten und untergemengt.
Da der Teig durch die Sahne eh nicht vegan war, habe ich gleich auch noch einen dicken Brocken Butter zum Braten genommen.
Der Teig wirkte ohne Eier und befrachtet mit den Apfelstücken entschieden weniger geschmeidig als üblich, das Wenden schien mir etwas knifflig. Mit beherztem Pfannenschwung hat es aber doch geklappt. Etwas Zimtzucker darüber peppt das Ganze auf, muss aber nicht unbedingt sein.
Vielleicht nicht der beste Pfannkuchen aller Zeiten, aber doch überraschend lecker – und sehr nützlich, wenn mal wieder die Bio-Eier alle sind…
Preis für die Zutaten für einen schönen Pfannkuchen: ca. 0,90 €

Vergnügte Feiertage!

24. Dezember 2010

Rosa Wolff wünscht allen, ob arm oder reich, Bio oder nicht, angenehme, erholsame, stressfreie, harmonische, lustige und leckere Weihnachtstage – und allen, deren Leben Leben mühsam ist, eine Extra-Portion Glück!

Dass selbst Fast Food – wovon wir natürlich grundsätzlich strikte Gegner sind – seine schönen Momente haben kann, sehen Sie, wenn Sie hier klicken:

http://www.youtube.com/watch?v=SXh7JR9oKVE&feature=player_embedded

Arm aber Bio! Das Kochbuch “Favorit” in Radio Bayern 2 / Weihnachtsversand

18. Dezember 2010

Am Dienstag, 14. Dezember, stellte Radio Bayern 2 seine Favoriten vor. Darunter 2 Kochbücher, eins von einem Münchner Sternekoch, das andere: Arm aber Bio! Das Kochbuch.
Podcast gibt es nicht, aber eine kurze Nachlese unter

http://www.br-online.de/bayern2/bayern-2-favoriten/favoriten10-12-thomas-bernhard-brotherocean-ID1292252631536.xml

Falls Sie sich selbst oder einem/einer Ihrer Lieben das Buch noch zu Weihnachten schenken möchten: Die Bücher werden jeden Tag gleich nach ihrer Bestellung bis 18.30 Uhr zur Post gebracht. Selbstverständlich schicke ich es auch gern gleich an die Adresse des/der von Ihnen zu Beschenkenden.
Stressfreie Vorweihnachtstage wünscht Ihnen Ihre Rosa Wolff