Discountermarken / Gazpacho

Hin und wieder schaue ich bei Netto (vormals Plus) rein, weil er erstens näher ist als der Bioladen und zweitens ein relativ umfangrei-
ches Bio-Sortiment hat: Marke “Bio Bio”. Wie groß war mein Schreck/Ärger/Entsetzen, als ich vor wenigen Tagen irgendwo las, bei den Molkereiprodukten verberge sich hinter Bio Bio Weihenstephan und damit Müller-Milch. Müller-Milch und Weihenstephan, das vor einigen Jahren von Müller übernommen wurde, gehört nämlich, ebenso wie Nestlé, zu den Produkten, die unter keinen Umständen den Weg in meinen Einkaufskorb finden. Dachte ich zumindest. Unter Tarnnamen hat sich Subventions-Abstauber Müller mit seinen Produkten also doch Zutritt zu meinen Kühlschrank verschafft. Ab sofort nicht mehr!
Inzwischen habe ich eine interessante Quelle gefunden, die akribisch auflistet, was sich hinter einzelnen Namen verbirgt. Genaue Auskunft gibt die Prüfnummer. Hier der Link:

http://www.pruefziffernberechnung.de/Begleitdokumente/EWG-Betriebsnr-DE-Milch.shtml

Nun zu Erfreulicherem: Bei der Hitze gehört zu meinen absoluten Favoriten Gazpacho andaluz, die kalte spanische Suppe aus Gurke, Tomate, Paprika und Weißbrot. Zum Glück sind die Zutaten dafür jetzt auch in Bio-Qualität erschwinglich.

2 Scheiben altes Weißbrot oder 1 albackene Semmel oder 3-4 EL Semmelbrösel in 4 Tassen Wasser einweichen.
1 Salatgurke, 3 Tomaten, 1 Paprikaschote und 3 Knoblauchzehen grob zerkleinern und zusammen mit dem eingeweichten Brot 1/2 TL Salz, 3 EL Essig und 75 ml Olivenöl im Mixer pürieren. Pfeffern nach Geschmack. Fertig.
Wer die Suppe etwas aufhübschen will, nimmt einen kleinen Teil der Gurke und der Paprika und püriert sie nicht, sondern hackt sie in eine Würfelchen und streut sie über die Suppe.
Perfektionisten weichen das Brot in kalter Gemüsebrühe statt in Wasser ein.
Wer mag, streut geröstete Weißbrotwürfel über die fertige Suppe.

Gesamtkosten: 3,50-4,00 € für 4 Portionen.
Zubereitungszeit: 10 Minuten
Auch für Singles lohnt es sich, die ganze Menge zuzubereiten, denn es ist sehr angenehm, sich einfach ab und zu ein Portiönchen der fertigen Gazpacho aus dem Kühlschrank zu greifen.

¡Buen provecho!

3 Kommentare zu „Discountermarken / Gazpacho“

  1. [...] ansässige Gruppe bot den WisemanAktionären am Montag 2795 Millionen britische Pfund Discountermarken Gazpacho Arm aber BioMüllerMilch und Weihenstephan das vor einigen Jahren von Müller übernommen wurde [...]

  2. admin sagt:

    Stimmt, auch das spricht gegen Bio Bio, dass es eben keine richtige Frischmilch mehr ist. Leider steht auch im Bioladen immer häufiger ESL-(“extended shelf life”)-Milch im Kühlregal. Die längere Haltbarkeit geht mit einem leicht gekochten Geschmack einher, der für Freunde frischen Milchgeschmacks eine Zumutung ist.
    Aber nach wie vor gibt es Hersteller, die ganz normale Frischmilch anbieten und dann “echte Frischmich” aufs Etikett schreiben. Bei mir um die Ecke im Laden ist das beispielsweise die Demeter-Milch von Berchtesgadener Land.
    Als Kunde sollte man seinen Einfluss nutzen: Wenn oft genug nach “echter Frischmilch” nchgefragt wird, könnte es ja sein, dass die Läden wieder verstärkt richtige Frischmilch ins Sortiment nehmen. Aber offenbar finden es viele ganz bequem, eine Milch zu haben, die die ganze Woche über pseudofrisch bleibt.

  3. ChrystF sagt:

    apropos Bio Bio und Milch: auch hier leider keine echte Frischmilch mehr, sondern nur die ESL-Milch “länger haltbar”

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