Archiv für die Kategorie „Allgemein“

Obstbörse

Dienstag, 31. August 2010

Die Idee ist prima: Es gibt zahlreiche Gartenbesitzer, die der Fülle ihrer Früchte gar nicht Herr werden und bereit sind, davon abzugeben. Andere gibt es, die liebend gern miternten würden. Einige Verbraucherzentralen stellen sich mit ihrer “Obstbörse” als Vermittler zur Verfügung. Derzeit ist die Nachfrage allerdings leider deutlich größer als das Angebot. Wenn Sie also einen großen Garten haben mit mehr Obst und Gemüse, als Sie und Ihre Familie und Freunde verwerten können, melden Sie sich bitte bei der Verbraucherzentrale Ihres Bundeslandes. Kontakt Bayern: 0 18 05-82 92 32, montags, mittwochs und donnerstags von 9 bis 12.30 und 15 bis 17 Uhr erreichbar. Kontakt Berlin: 0 30-21 48 52 00, dienstags und freitags 9-16 Uhr.

Bio erleben Nürnberg

Samstag, 7. August 2010

Angesichts des Wassermangels in vielen Regionen der Welt dürfen wir uns als privilegiert ansehen. Soweit der Versuch, dem tristen Wetter etwas Positives abzugewinnen. Gestern war es besonders traurig. Auf dem Nürnberger Hauptmarkt hatten zahlreiche Aussteller ihre Stände aufgebaut, um ihre Bio-Produkte oder ihre Verbände vorzustellen. Bei strömendem Regen blieben aber viele verständlicherweise zu Hause. Die Unerschrockenen, die, angetan mit Anoraks und schirmbewehrt, dem Regen trotzten, konnten sich an einer Modenschau erfreuen, bei der ansehnliche Mannequins farbenfrohe Mode aus bio-zertifizierten Materialien vorstellten. Sie konnten die bizarr gehörnten Heidschnucken bestaunen, die sich in einer Koppel am Marktrand aneinanderkuschelten, »Freakadellen« oder Angus-Burger essen und sich an fränkischem Ökowein laben. Und dann war noch die Schauküche von Herwig Danzer. Nürnbergs Zwei-Sterne-Koch Andree Köthe vom “Essigbrätlein” kredenzte den dem Regen trotzdenden Besuchern feines [...]

»Bio erleben« in Nürnberg

Montag, 2. August 2010

Nürnberg bezeichnet sich selbst als »Bio-Metropole« und unternimmt einiges an Anstrengungen, um dieser Bezeichnung gerecht zu werden. Kommenden Freitag und Samstag finden auf dem Hauptmarkt jeweils von 10-22 Uhr die Veranstaltung »Bio erleben« statt. Programm und weitere Informationen unter www.bioerlebennuernberg.de Mehrmals täglich steht »Koch-Schau und Genießen« auf dem Programm. Dabei haben bekannte Köche aus der Region ud Ernährungsexperten jeweils 45 Minuten Zeit, um für 12 Personen (wer immer sich gerade am Stand einfindet) aus Bio-Zutaten ein leckeres Mahl zuzubereiten. Am Freitag, 6. August, um 15.15 Uhr, darf ich aufkochen unter dem Motto: »Bio muss nicht teuer sein.« Wer also in der Gegend ist: einfach mal vorbeischauen, ich freue mich auf Sie! Um schon mal Ihren Appetit anzuregen: Es gibt Gazpacho, Fladenbrot und Aprikosen-Crumble

Freies Obst für alle!

Mittwoch, 28. Juli 2010

Heute habe ich im Internet etwas sehr Sympathisches entdeckt: Die Seite www.mundraub.org veröffentlicht Standorte von herrenlosen Obstbäumen, deren Früchte – ganz legal – geerntet werden können. Wenn Sie selbst in Ihrer Umgebung solche Plätze kennen (und nicht engherzig alles für sich behalten wollen), sollten Sie sie ebenfalls bei mundraub.org melden.

Discountermarken / Gazpacho

Samstag, 17. Juli 2010

Hin und wieder schaue ich bei Netto (vormals Plus) rein, weil er erstens näher ist als der Bioladen und zweitens ein relativ umfangrei- ches Bio-Sortiment hat: Marke “Bio Bio”. Wie groß war mein Schreck/Ärger/Entsetzen, als ich vor wenigen Tagen irgendwo las, bei den Molkereiprodukten verberge sich hinter Bio Bio Weihenstephan und damit Müller-Milch. Müller-Milch und Weihenstephan, das vor einigen Jahren von Müller übernommen wurde, gehört nämlich, ebenso wie Nestlé, zu den Produkten, die unter keinen Umständen den Weg in meinen Einkaufskorb finden. Dachte ich zumindest. Unter Tarnnamen hat sich Subventions-Abstauber Müller mit seinen Produkten also doch Zutritt zu meinen Kühlschrank verschafft. Ab sofort nicht mehr! Inzwischen habe ich eine interessante Quelle gefunden, die akribisch auflistet, was sich hinter einzelnen Namen verbirgt. Genaue Auskunft gibt die Prüfnummer. Hier der [...]

WASSER!

Sonntag, 11. Juli 2010

Das sind jetzt mal Sommertage, die diesen Namen verdienen! Viel Wasser trinken ist oberstes Gebot. Sinnvollerweise Leitungswasser, denn erstens werden dafür nicht die Flaschen im Lastwagen über Land gekarrt, zweitens ist es konkurrrenzlos billig, und drittens ist es besonders sauber. Die gesetzlichen Anforderungen an die Qualität von Trink(=Leitungs)wasser sind nämlich erheblich strenger als für Mineralwasser. Also: unter ökologischen, ökonomischen und gesundheitlichen Aspekten sind Sie mit Leitungsheimer am besten bedient. Und unterwegs? Da reicht es unter Umständen sogar, eine leere Flasche oder einen Becher mitzuführen und an öffentlichen Trinkwasserbrunnen gratis nachzutanken. In München finden Sie unter folgendem Link eine Liste aller Trinkwasserbrunnen in der Stadt: http://www.swm.de/de/produkte/mwasser/wasser-zusatzleistungen/trinkwasserbrunnen.html Auch die Stadt Nürnberg lässt Einwohner und Besucher im Sommer nicht verdursten. Hier der Link zum gesunden Nass: http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1227090&kat=10&man=26 Ihr Wasserversorger wird Ihnen [...]

Ende der Regenzeit, Zeit zum Erdbeerpflücken!

Mittwoch, 23. Juni 2010

Kein Sonnenstrahl hatte in den vergangenen 10 Tagen München geküsst, es war der pure Trübsinn. Ab heute leuchtet es draußen wieder hell, die nächsten Tage soll es schön bleiben, das lässt hoffen, dass doch noch Erdbeerpflücken auf dem Feld möglich sein wird. Es gibt auch etliche Bio-Erdbeerfelder zum Selberpflücken – zumindest für jene, die in Fahrrad-Entfernung so eines Feldes wohnen, eine gute Möglichkeit, sich kostengünstig mit feinen Bio-Beeren einzudecken. In Hessen hat etwa Erdbeer-Hirsch 3 Höfe mit Pflückgelegenheit: www.bio-erdbeeren-hirsch.de Hier können Sie eine Liste mit Bioland-Erdbeerhöfen abrufen: www.bioland.de/fileadmin/bioland/file/kunden/saisonale%20Themen/ Erdbeerenliste_2010_02.pdf In Demeter-Qualität gibt es im Chiemgau die “Erdbeeren vom Franz”: www.erbeeren-vom-franz.de Im Internet finden sich zahlreiche weitere Adressen. Sollten Sie kein Bio-Erdbeer-Feld zum Selberpflücken in der Nähe haben, dafür gleich um die Ecke ein konventionelles – greifen Sie beherzt [...]

Hollerzeit!

Samstag, 12. Juni 2010

Überall duftet es jetzt nach Holunderblüten. Geben Sie sich nicht mit dem kurzen Moment zufrieden, wenn Sie im Vorbeigehen den feinen Duft erschnuppern, sondern nutzen Sie die Gelegenheit, äußerst kostengünstig an ein feines Getränk zu kommen. Einfach drei bis vier voll erblühte Dolden kurz abspülen, von eventuell vorhandenen Tierchen befreien und einige Stunden oder über Nacht in einem Krug Wasser, dem Sie den Saft einer Zitronen hinzugefügt haben, ziehen lassen. 1 Zitrone reicht für ca. 1,5 Liter, ist der Krug größer, entsprechend mehr verwenden. Wer es süß mag, rührt noch 1-2 EL Zucker unter. Wenn Sie den Saft im Kühlschrank aufheben möchten – 2-3 Tage geht das – sollten Sie zuvor die Blüten entfernen bzw. den Saft abseihen. Ich gönne mir im Moment täglich meinen Krug Holler-Limonade. Schmeckt, [...]

Ist Bio wirklich besser?

Donnerstag, 27. Mai 2010

Das fragte die Stiftung Warentest und gab gleich selbst die Antwort: Nein, eigentlich nicht. Woher sie das weiß? Sie hat sich einfach mal die eigenen Berichte der letzten Jahre vorgeknöpft und daraus dieses Resümee gezogen. Na ja, ein paar Kleinigkeiten seien schon besser. So sei Bioobst und -gemüse im Gegensatz zu konventionellem in der Regel pestizidfrei. Außerdem werde die Umwelt geschont. Außerdem sei die soziale Verantwortung bei den Herstellern von Bioware ausgeprägter. Aber sonst ist alles gleich. Da kann man nur sagen: Es lebe der kleine Unterschied! Was die Tester bemängelten: Die Lebensmittel wurden probiert und Bio schmeckte (ihnen!) in der Regel nicht besser. Was die Tester dabei völlig außer Acht ließen, ist, mit wieviel Zusatzstoffen konventionelle Ware oft aufgemotzt ist, damit sie schmeckt. Kleines Beispiel: Vor ein [...]

Dioxin im Bio-Ei / Veganes Rezept zum Muttertag

Sonntag, 9. Mai 2010

Jetzt auch noch Dioxin im Bio-Ei! Kann man sich denn auf gar nichts mehr verlassen? Immer wenn mal wieder so ein Skandal um die Ecke biegt – und es kommt hin und wieder dazu, denn wo Menschen arbeiten und Geld verdienen, wird eben auch mal geschlampt und wird eben auch mal gemogelt – immer, wenn es also mal wieder soweit ist, höre ich im Freundes- und Bekanntenkreis: “Siehste, ist doch eh egal, was man isst.” Oder: “Da dürfte man ja eigentlich gar nichts mehr essen.” Und häufig schwingt in solchen Kommentaren eine gewisse Befriedigung mit. Befriedigung darüber, dass man jetzt wieder die Verantwortung abgeben kann. Dass man sich nicht mehr die Mühe machen muss, darauf zu achten, was man isst. Denn es ist ja eh alles wurscht. Ist [...]